Please – “Pleasen”

das Wort “bitte”, also “please” in Englisch, scheint hier in Uganda im alltäglichen Sprachgebrauch nicht vorzukommen. Wenn unsere Freunde etwas von uns wollen, klingt das so:

  • you give me
  • you help me
  • I’m in need for …

das haben wir zuerst als sehr unhöflich und fordernd empfunden. Es ist aber nicht unhöflich gemeint.

 

Aber in einem anderen Zusammenhang sind sie Meister hier, im “to please” somebody” Das heisst jemanden gefallen wollen. Wichtige Personen und vor allem Weiße kommen in den vielfältigen Genuss davon. Kinder lernen das von Anfang an und zum Teil, ist es für sie (über)lebenswichtig. Es ist dann irgendwann eine automatische Handlung.

Ich habe zum Beispiel nach einem geistlichen Input oft gehört, wie gut es war und wie sehr das Auswirkungen auf ihren Lebensstil hat. Sie wären uns ja so dankbar. Dann beten sie inbrünstig und mit großer Tiefe.

Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass überwiegend nichts von all dem stimmt und alles nur dazu dient, uns zu gefallen um einen Vorteil zu gewinnen. 

Dieses “Pleasen” macht es sehr schwer Menschen zu finden, die es wirklich ernst meinen. Nicht nur einmal waren wir an dem Punkt aufzugeben, wenn eine Person, von der wir dachten, sie wäre anders, genau dieses Verhalten offenbart.

Wie ich schon im Juli vor 3 Jahren schrieb: Es gibt keine Hoffnung?! 6 Monate Uganda, ein Fazit

Es bleibt dabei: Wir glauben, dass wir Menschen begegnen werden, die den Weg der Wahrheit, der Leben und gesunde Beziehungen bringt, mit uns gehen wollen.

 

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